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Geschichte/ Aufgaben und Struktur

Betrachten wir nüchtern die Situation der Kirche, müssen wir feststellen:

Die Kirche steckt in einer tiefen Krise. Die Symptome wie weniger Mitglieder, weniger Personal und weniger Geld zeigen ihr, daß immer weniger Menschen verstehen und nachvollziehen können, dass der Glaube der Kirche für ihr Leben bedeutsam ist. Die Kirche kann und darf nicht mehr so weiter machen. Sie ist nicht um ihrer selbst willen da! Sie soll Zeichen und Werkzeug des Heiles für die Menschen sein. Die Kirche muss ihren missionarischen Auftrag neu entdecken.

Der Pastoralplan, der die Überschrift „Den Aufbruch wagen – heute“ trägt, soll für die nächsten Jahre Grundlage für das seelsorgliche Wirken in der Erzdiözese Bamberg sein. Der Plan versteht Pastoral als eine „evangelisierende Pastoral“, die die frohe Botschaft verkündet und weiterträgt, die Gegenwart Gottes in der Liturgie feiert, den Menschen in ihren Sorgen und Nöten dient und Gemeinschaft zwischen den Menschen stiftet. Die Kirche von Bamberg will eine lebendige Kirche sein, die in einer säkular geprägten Welt den Menschen den Zugang zu Gott öffnet und dessen Güte und Menschenfreundlichkeit erfahrbar macht. Als ersten Ort der Pastoral sieht der Pastoralplan die Pfarrgemeinden. Sie bieten durch ihre Nähe zum Alltag der Menschen und die Vernetzung ihrer Ressourcen und Charismen die beste Chance, Menschen immer neu mit Gott in Verbindung zu bringen. Die Verlebendigung des Glaubenslebens und eine verstärkte Zusammenarbeit sollen dazu beitragen, dass die Pastoral auch mit weniger hauptamtlichem Personal weitergeführt werden kann.

Besonderes Anliegen des Pastoralplans ist eine Seelsorge in gemeinsamer Verantwortung. Unter dem Schlagwort „kooperative Pastoral“ fordert er die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Priestern, Diakonen, Ordensleuten und Laien, Haupt- und Ehrenamtlichen. Zudem sollen Pfarreien, Sonder- und Kategorialseelsorge angesichts des Rückgangs finanzieller Mittel und personeller Ressourcen durch dauerhaftes Zusammenwirken und Aufgabenteilung eine „Pastoral im Netzwerk“ bilden.

Der Pastoralplan für das Erzbistum Bamberg wurde am "Fest der Taufe des Herrn", 9. Januar 2005 in Kraft gesetzt. Dieser beschreibt die Handlungsfelder und Schwerpunkte der Seelsorge im Erzbistum für die nächsten Jahre und verpflichtet zu einer evangelisierenden und kooperativen Pastoral.

Er legt den Grundstock für die direkt nach Inkraftsetzung beginnende Strukturreform in der Erzdiözese. Auf Grund rückläufiger, finanzieller und personeller Resourcen sollen große Einheiten, die Seelsorgebereiche gegründet werden. Diese Umstrukturierung soll aber bewußt unter Einbeziehung der Menschen vor Ort erfolgen. Die Rahmenbedingungen sehen drei Kooperationsformen vor: 1) Eine Pfarrei; 2) Pfarrei-engemeinschaft und 3) den Pfarreienverbund. Mit Hilfe von Strukturberatern nahmen die einzelnen Pfarreien in den 21 Dekanaten untereinander Kontakt auf um verschiedene Möglichkeiten zu erörtern.

Nach einigen Beratungstreffen erstellten die Vertreter der Pfarreien Geburt Mariens, St. Josef, St. Mauritius und Unsere Liebe Frau am 19. Juli 2005 die Absichtserklärung. Diese wurde im Ordinariat eingereicht. Nach konkreten Verhandlungen konnte am 20. November 2005 die Kooperationsvereinbarung unterzeichnet werden.

Im Rahmen einer Vesper am Pfingstsonntag 2006 im Dom Sankt Peter und Sankt Georg in Bamberg wurden die Einsetzungsurkunden für die 96 Seelsorgebereiche in den 21 Dekanaten den jeweiligen verantwortlichen Dekanen und Dekanatsratsvorsitzenden übergeben. Für unser Dekanat nahmen Dekan Josef Dobeneck und Oskar Klinga als Vorsitzender des Dekanatsrates die Urkunde in Empfang.

Im Dekanat Erlangen gaben sie diese Urkunden im Rahmen einer Vesper am Sonntag, 18. Juni 2006 an die Vertreter der Seelsorgebereiche weiter.