GremienPastorales Team
Reverend James NangachiveettilIch bin 64 Jahre alt, und tätig in Deutschland seit September 1995. Ich gehöre zum Erzbistum von Changanacherry im Bundesland Kerala in Süd-Indien und zum orientalischen Syro-Malabar Ritus. Die Muttersprache Jesu Christi war unsere liturgische Sprache bis zum II. Vati-kanum. Meine Priesterweihe war am 19.12.1970. Danach habe ich in Indien als Kaplan und Pfarrer gearbeitet. Meine letzte Stelle in der Seelsorge war als Direktor des Vereins von Weisenhäusern in Indien. Inzwischen war ich drei Jahre in Kenia als Missionar und ein Jahr in den USA zum Studium. Gemäß der Bitte meines Erzbischofs bin ich nach Deutschland gekommen, obwohl ich befürchtete, dass ich in Deutschland noch stärker Heimweh haben könnte als ich das in den USA erlebt hatte. Aber ich habe das Gegenteil erfahren! Die Christen in den Pfarrgemeinden sind liebevoll und hilfsbereit; es gibt einige Familien, welche ich ohne Anmeldung besuchen darf; ich fühle mich Zuhause. Ich danke Gott, dass ich als Mitarbeiter von Pfr. Rebhan (und vorher bei seinem Vorgänger Pfr. Gössl) hier sein darf und ihre Freundschaft genießen darf. Zehn indische Priester aus meinem Heimatbistum sind tätig im Erzbistum Bamberg. Einen Teil des Gehalts verwenden wir für den Bedarf unseres Erzbistums in Indien und seine Mission in Agra, wo das weltbekannte Taj Mahal steht. Agra ist 4.000 km von meinem Erzbistum entfernt; dort sind unsere Priester und Ordensschwestern tätig; unsere größte Schule dort hat 3.000 Schülerinnen. Auf Grund der Gnade Gottes, von MISSIO, des Sachausschusses Mission in Weisendorf und der Großherzigkeit der Christen hier, konnte ich viel für die Mission tun, und zwar in meinem Heimatbistum und in 3 Bundesländern in Nord-Indien (Hilfen für Internate, Unterstützung einer Schule, Bau eines Pfarrhauses, Anschaffung eines Krankenwagens, Ausbildungshilfe für 100 Mädchen). Durch das Interesse von Lehrer Ernst Klimek und den Schülerinnen der Grundschule Weisendorf ist das Projekt „Gebetskreis der Schulen" in Weisendorf und in Zubza in Nord-Indien sehr interessant geworden; die Kinder tauschen ihre Gebetsanliegen durch Briefe aus. Gott segne die Christen hier und ihre Familien.
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